Gewässerwartunterweißung zur biologischen Gewässeruntersuchung und Artenbestimmung am 25.10.03 in Kochertürn

Samstag morgens 9 Uhr in Kochertürn am ausgemachtem Treffpunkt trafen wir uns. Wir, 18 Mitglieder der Hegegemeinschaft Kocher, wollen unser Wissen in Sachen biologische Gewässeruntersuchung auffrischen. Obwohl wir solche Untersuchungen fast alle schon mal gemacht haben, haben wir uns getroffen um unter der Leitung von Diplombiologe Marco Sander, der von Wolfgang Sitter unterstützt wurde, gemeinsam noch einmal die Vorgehensweise zu erlernen. Trotz des eiskalten Windes war die Veranstaltung gut besucht. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung und Durchsprache der Vorgehensweise, ging es ans Wasser. Warm angezogen mit Watstiefel, Wathose und bewaffnet Keschern machte man sich daran Larven, Käfer und andere Kleintiere zu fangen um sie später zu bestimmen. Die Organismen wurden schonend gefangen und dann in Behältern mit frischem Wasser untergebracht. Nach ca. einer halben Stunde erfolgte eine Einweißung zum Fang der vorhandenen Kleinfischarten, mit Keschern die zur Bestimmung der Artenvielfalt und zum Erkennen der Reproduktion bestimmter Arten wichtig sind. Nach einer weiteren halben Stunde vorsichtigem Watens im kaltem Wasser waren dann genug Individuen, um eine grobe Bestimmung durchzuführen, zusammen. Eine vorsichtige Vorgehensweise, um keine Gewässerstrukturen oder die Organismen zu schädigen, stand dabei selbstverständlich im Vordergrund. Bei der anschließenden Auswertung und Bestimmung konnten unter anderem folgende Arten nachgewiesen werden: Camperkrebs, Bachflohkrebse, ein Wasserskorpion, Ruderwanzen, Grundwanzen, Köcherfliegen ohne Köcher, eiförmige Schlammschnecken, die neuseeländische  Zwergdeckelschnecke, Rollegel und Libellenlarven. An Fischen wurden in diesem begrenztem Bereich nachgewiesen:  Döbel 2 cm bis 25 cm, Schneider 2cm bis 5 cm, Schmerlen 4 cm bis 7 cm, Rotauge 4cm bis 20 cm, Bitterling, Barben ca. 5 cm, Elritzen 2 cm bis 5 cm, Gründling 3 cm bis 5 cm, Stichling, Nase und einen Hecht. Bei der nachfolgenden Abschlussbesprechung kam man dann zu dem Fazit, das man doch wieder einiges gelernt hat und war doch überrascht über die nachgewiesene Artenvielfalt in diesem doch recht kleinen, abgeschlossenen Bereich. Dieser Bericht soll kein Protokoll der Untersuchung darstellen, dies geht gesondert an die Teilnehmer, sondern nur einen kurzen Umriss.